Dyskalkulietraining

Dyskalkulie

Die Diagnose “Dyskalkulie” kennzeichnet immer besonders deutliche Schwierigkeiten im Fach Rechnen.  Sie umschreibt eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist.

Gestellt wird eine entsprechende Diagnose – wie bei der “Legasthenie” – dann, wenn zwischen der allgemeinen Intelligenz des Kindes und seinen Leistungen im Rechnen ein Unterschied besteht, der eine bestimmte Größe hat. Dieser Unterschied wird wird durch den Vergleich der Ergebnisse in einem allgemeinen Intelligenztest und einem Test der Rechenfertigkeiten testdiagnostisch festgestellt.

Ursachen einer Dyskalkulie:

  • Teilleistungsstörungen (Hirnorganische Beeinträchtigungen)
  • Bestehen eines Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS)
  • Widerstände und Machtkämpfe im Zusammenhang mit dem Fach Rechnen
  • Absinken des Aktivierungsniveaus, wenn es um Rechnen geht
  • Ungünstige Aufgabenstellungen und Lernwege
  • Ungünstige Beziehung zwischen Bezugspersonen und Kind beim Lernen

Ziele:

  • Optimale Ausnutzung der Leistungsfähigkeit im Fach Rechnen
  • Effektives Lernen
  • Eigene Anerkennung bezüglich der Leistungen und Anstrengungsbereitschaft (“Stolz auf sich sein können.”)
  • Herangehen an das Rechnen mit einem “guten Gefühl”
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Ausrichtung der gesamten Eigensteuerung auf das Ziel: “Ich will lernen.”

Training:

  1. Lesen, Schreiben und Verstehen der Darstellung von Zahlen durch ein- oder mehrstellige Ziffern
  2. Verstehen der Bedeutung von Zahlen, Mengen oder Größen
  3. Aufbau von inneren Vorstellungen von Mengen und des Zahlenraums:
  • Aufbau von konkreten Mengenvorstellungen
  • Aufbau des Zusammenzählens (Addieren)
  • Aufbau des Abziehens (Subtrahieren)
  • Schriftliche Darstellung des Zusammenzählens (Addieren)
  • Schriftliche Darstellung des Abziehens (Subtrahieren)
  • Aufbau einer abstrakten Vorstellung des Zahlenraums